Der Vorstand des Walliser Baumeisterverbands besteht aus 9 Mitgliedern, die gleichmässig aus den verschiedenen geografischen und sprachlichen Regionen des Kantons stammen. Sie werden von der Generalversammlung für eine Periode von 4 Jahren gewählt. Ihr Mandat kann dreimal erneuert werden. Der Präsident leitet die Arbeiten, koordiniert die Aktionen des WBV und vertritt ihn gegen aussen. Er ist das Aushängeschild des Verbands.
Das Wallis und die Bauwirtschaft innerhalb des Westschweizer BIP
Aufgrund der extremen Schwankungen der aktuellen Situation zeigen sich die Westschweizer Kantonalbanken, das Institut Quantitas/HES-SO und das Forum des 100 von Le Temps in der neuen Ausgabe des Westschweizer BIP bei ihren Prognosen für das Jahr 2026 sehr vorsichtig. Die Experten bestätigen jedoch, dass die Westschweizer Wirtschaft im Vergleich zur gesamten Schweizer Wirtschaft sehr solide und widerstandsfähig ist.
Im Jahr 2025 zeigten sich erste Anzeichen einer Abschwächung der Konjunktur, obwohl die Situation unsicher bleibt. Die Wachstumsprognosen für die Schweiz und die Westschweiz wurden nach unten korrigiert. Die Auswirkungen des neuen, von den Vereinigten Staaten aufgezwungenen Zollrechts und des Rückgangs der Exportwirtschaft waren noch nicht vollständig erkennbar. Die Nachfrage innerhalb der Schweiz bleibt solide. Die Lager in den Vereinigten Staaten sowie der Rückgriff auf Kurzarbeit in bestimmten Fällen ermöglichen teilweise und vorübergehend die Abfederung der Auswirkungen der höheren Zollgebühren für den Import. Zudem hatte die Industrie aufgrund der fehlenden Dynamik der Weltwirtschaft bereits seit einigen Jahren mit Problemen zu kämpfen.
Die Bauwirtschaft erholt sich von der Preissteigerung der Materialien und der Energie in den letzten Jahren und profitiert von einer immer noch soliden demografischen Dynamik in der Westschweiz mit einer Zunahme der ständigen Bevölkerung um 1,2% im Jahr 2024 und rund 1% im Jahr 2025, die zu einer entsprechenden Nachfrage nach Wohnraum führt. Nach zwei negativen Jahren stieg der Mehrwert der Branche um 0,3%. Die Bauwirtschaft ist jedoch weiterhin mit einem Mangel an Arbeitskräften und einem Druck auf die Margen konfrontiert. Trotz der Demografie und der Nachfrage bleibt der Wohnungsbau beschränkt. Der Prozentsatz der leeren Wohnungen sank von 1,1% im Jahr 2024 auf 1,0% im folgenden Jahr. Der Mehrwert der Branche sollte bis Ende 2025 um 1,4% und bis Ende 2026 um 1,3% steigen.
Die Kantone der Romandie in Zahlen – ein Vergleich mit der Romandie und der Schweiz
Vergleich des Bevölkerungsanteils und des Anteils am BIP nach Kanton
In % Nominal, nach Steuern, abzüglich Subventionen Mitte der Grafik: Anteil an der Bevölkerung Rand: Anteil am BIP
Innerhalb der Romandie verfügt jeder Kanton spezifische Eigenschaften. Im Kanton Wallis zum Beispiel hat der Sekundärsektor im kantonalen BIP noch eine grosse Bedeutung [30,1%]. «Im Vergleich zum Westschweizer Durchschnitt sind Chemie- und Pharmaindustrie [12,8%], Energieproduktion [4,8%] und Bauwirtschaft [6,7%] stärker vertreten.»
Gemäss der erwähnten Studie profitierte die Walliser Wirtschaft in den vergangenen Jahren insbesondere von der Entwicklung der Chemie- und Pharmaindustrie. Auch Handel, Finanzdienstleistungen, Dienstleistungen für Unternehmen und Immobilientätigkeiten trugen zum Wachstum im Kanton bei. Die Demografie war mit einer Zunahme der Bevölkerung um 10,6% zwischen 2015 und 2024 dynamisch. Die Arbeitslosenquote im Kanton [2,7% im Jahr 2024, 2,9% im September 2025] liegt unter dem Westschweizer Durchschnitt. Im Jahr 2024 stagnierte das BIP im Wallis. Das Wachstum dürfte im Jahr 2025 rund 1,7% und im Jahr 2026 rund 0,6% betragen.
Chemisch-pharmazeutische Industrie und Energiesektor
Aufschlüsselung des Walliser BIP (Durchschnittswerte 2015–2024, Mitte = Branchen, Rand = Sektoren)
Sektoren
Branchen
Der Kanton Wallis weist ein etwas besonderes Profil auf. Sein Ruf als Tourismusdestination spiegelt sich in einem überdurchschnittlich hohen Anteil des Gastgewerbes (3,9%) wider. Ein weiteres Merkmal ist der hohe Anteil des sekundären Sektors (30,1%) im kantonalen BIP. Die chemisch- pharmazeutische Industrie (12,8%), die Energieerzeugung (4,8%) und das Baugewerbe (6,7%) sind im Vergleich zum Westschweizer Durchschnitt stärker vertreten.
Die Walliser Wirtschaft profitierte in den letzten Jahren insbesondere von der Entwicklung der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Auch der Handel, die Finanzdienstleistungen sowie Unternehmensdienstleistungen und Immobilienaktivitäten trugen zum Wachstum bei. Die demografische Entwicklung war dynamisch, mit einem Bevölkerungswachstum von 10,6% zwischen 2015 und 2024. Der Kanton weist eine Arbeitslosenquote (2,7% im Jahr 2024, 2,9% im September 2025) auf, die unter dem Westschweizer Durchschnitt liegt. Das BIP des Wallis stagnierte im Jahr 2024. Das Wachstum könnte 2025 wieder auf 1,7% ansteigen und 2026 bei 0,6% liegen.
Vergleich der Entwicklung der chemischpharmazeutischen Industrie und des BIP der Romandie und des Wallis (Realwerte)
Mehr Sicherheit, mehr Voraussehbarkeit, besser beherrschte Produktivität und Energieflüsse, überarbeitete Verfahren: Die Innovationen betreffen alle Bereiche der Branche und unterstützen die Tätigkeit der Unternehmen. Als wichtiger Akteur der Innovation fördert und integriert die Bauwirtschaft die besten technischen Fortschritte.
Folgende Bereiche erlebten weltweit eine bedeutende Entwicklung. Sie werden sich stark auf die Branche auswirken und ihr längerfristig ermöglichen, die umfassenden Herausforderungen unserer Zeit anzugehen: ökologischer Wandel, beschleunigter Städtebau, Überalterung und Mangel an qualifizierten Arbeitskräften sowie Kostendruck.
Digitales Projektmanagement
Die Entwicklung ist unausweichlich: In Grossbritannien ist die Digitalisierung zum Beispiel seit 2016 obligatorisch – mit dem BIM werden Koordinationsfehler reduziert. Das Instrument ermöglicht ein besseres Management der Schnittstellen zwischen den Berufsständen und dank einer klaren Visualisierung der Auswirkungen raschere Entscheidungen. Die Nutzung dieser Technologie stösst bei den traditionellen Akteuren noch auf viel Widerstand und zwingt die Unternehmen und das Personal zu einer breit gefächerten Ausbildung. Auch die Umsetzungskosten sind ein Hindernis für die Verbreitung der Technologie. Die Digitalisierung des Projektmanagements schreitet ebenfalls mit der Entwicklung von spezifischer Software für die Branche fort. Die finanziellen, logistischen und organisatorischen Folgen sind direkt spürbar. Auch hier sind die hohen Kosten ein Hindernis. Ausserdem verlangsamen die notwendigen Ausbildungen und die Betreuung der Unternehmen die volle Nutzung dieser neuen Ressourcen.
3D-Druck
Die additive Fertigung ermöglicht den Druck von Strukturen aus Beton, Ton oder Verbundwerkstoffen direkt vor Ort. In zahlreichen Ländern können in Zukunft mit dieser Technik voraussichtlich schnell Sozialwohnungen oder kostengünstige Wohnungen realisiert werden. Rasche Ausführung, Reduktion des Baustellenabfalls und geringerer Bedarf an Arbeitskräften: Die additive Fertigung scheint eine tragfähige Antwort auf die globalen Probleme zu sein. Der Aufschwung dieser Technik wird jedoch durch ungenügende Festigkeit der Materialien bei extremen klimatischen Bedingungen, die Frage der Homologierung der so «geschaffenen» Strukturen und die Kosten für den Kauf eines industriellen Druckers noch stark gebremst.
Vernetzung der Baustellen: hin zu einer Supervision in Echtzeit
Das Internet der Dinge (IoT) verwandelt die Baustelle in ein vernetztes Ökosystem. Intelligente Kameras, Sicherheitssensoren, RFID-Badges, Dronen … all diese Instrumente ermöglichen eine präzise Überwachung der Tätigkeit rund um die Uhr. Weltweit zeigen zahlreiche Nutzungsbeispiele [Überwachung der Sicherheit über KI und Wärmebilder; Geolokalisierung der Materialien und Überwachung der Lieferungen über Sensoren; Steuerung von Kranen und Maschinen über eine einzige digitale Schnittstelle; Versuche mit Sensoren zur Überwachung des Staubanteils und der Sicherheit], dass dieser Bereich sich weiterentwickeln wird. Aber diesbezüglich sind noch Herausforderungen in Bezug auf die Cybersicherheit und die Energieabhängigkeit zu meistern.
Immer leistungsstärkere, nachhaltigere und verantwortungsvollere Materialien
Weltweit konzentriert sich die Forschung auf ökologische, widerstandsfähige und intelligente Lösungen. Alle Materialien sind betroffen. Hier einige Beispiele:
Selbstheilender Beton: Mithilfe integrierter Bakterien oder Polymerkapseln schliessen sich Risse von selbst.
Thermoholz oder thermisch modifiziertes Holz: grössere Stabilität, keine chemischen Produkte.
Hightech-Recycling: Recyclingbeton, zu Bausteinen verarbeitete Plastikabfälle …
Verstärkung für den Menschen: Exoskelette und Roboter im Dienst der Bauwirtschaft
Die Robotik und die ständigen Innovationen auf diesem Gebiet werden voraussichtlich dazu beitragen, die Beschwerlichkeit der Arbeit, den Mangel an Arbeitskräften und die Folgen ihrer Überalterung zu lindern.
Technologien im Dienst einer besseren Sicherheit
Virtual-Reality-Helme, Prävention und immersive Ausbildungen sowie die Techniken zum Schutz der Arbeitnehmer erhöhen die Sicherheit auf den Baustellen.
KI, um die Herausforderungen einer Baustelle vorherzusehen
Mit der Zusammenführung der Analysen einer Vielzahl von Daten [Big Data] ermöglicht die KI, die Risiken vorherzusehen, die Ressourcen zu rationalisieren und die Produktivität zu steigern. Mit KI kann viel Zeit und Geld gewonnen werden. Sie führt zu besseren Entscheidungen in Echtzeit und zur Bildung von «digitalen Zwillingen» für den künftigen Unterhalt. Dieser Ansatz erfordert ab der Planungsphase die Strukturierung der Daten und ein neues Management der gesamten bestehenden Software.
Die modernen technologischen Lösungen führen zu ständig neuen Herausforderungen. Eine wissenschaftliche Überwachung ist nötig und die Betreuung der KMU während dieser Integrationsphase könnte für die Verbände ein neues Ziel sein.
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