Bericht der Direktorin

2025 war in vielerlei Hinsicht ein besonderes Jahr. Für uns, Ihr neues Team, war es wirklich ein neues Jahr.

Im letzten Mai traf der Vorstand mutige Entscheidungen und erteilte uns einen klaren Auftrag: Die Stabilität muss erhalten bleiben, die Struktur und die Leistungen müssen gewährleistet sein. Während rund sechs Monaten wurde das Management vorübergehend von einer Co-Direktion und in direkter Verbindung mit dem Präsidenten, Gaëtan Reynard, übernommen. Dank der tatkräftigen Unterstützung eines erfahrenen, involvierten und sehr engagierten Teams blieb die Struktur erhalten und die Kontinuität der Leistungen konnte gewährleistet werden. Das «grosse Haus» wurde leicht erschüttert, aber die soliden Grundlagen garantierten dem gesamten Gebäude die notwendige Kraft und Stabilität. Diese Übergangszeit wurde genutzt, um eine Standortbestimmung vorzunehmen, die Schwierigkeiten eingehend zu besprechen, die Probleme zu identifizieren und Lösungen vorzuschlagen.

Der Vorstand hat sich seinerseits auf eine übergeordnete Ebene begeben. In einem Seminar definierte er die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele und Aufgaben des WBV. Dieser Abstand war notwendig, um die Herausforderungen besser zu verstehen und die Antworten des Verbands im Interesse der Mitglieder und in ihrem Dienst festzulegen. Er war auch wichtig, um das Ausmass der entscheidenden Entwicklungen, der zu berücksichtigenden Innovationen und der einzuschlagenden Richtungen einzuschätzen.

Ende Herbst stand das neue Team. Und mit Einsatz, Energie und klarem Willen begannen wir, nach dauerhaften Lösungen für die identifizierten Herausforderungen zu suchen. Wir mussten natürlich nicht von vorne beginnen: Wir konnten auf eine hundertjährige Geschichte, enge Beziehungen zu langjährigen Partnern, intensive Diskussionen mit unseren Kollegen aus anderen Kantonen und Institutionen sowie auf ständige Kontakte mit unseren wichtigsten Ansprechpersonen, nämlich unseren Mitgliedern, zählen. Ja, die Unternehmen befinden sich im Zentrum unserer Anliegen und sind prioritär: den Kontakt mit den Mitgliedern pflegen, ihre Sorgen und Anliegen aufnehmen, ihre Bedürfnisse antizipieren und ihre Kritik entgegennehmen. Vorerst überarbeiteten wir unsere Organisation, um flexibler, transparenter und einfacher zu werden.

Wir verschlankten die Struktur und legten ein neues Organigramm fest, wobei wir drei Grundsätze berücksichtigten:

  • Klarheit in den Leistungen und bei der Suche nach Ansprechpartnern
  • Neudefinition der Rollen aller Betroffenen, um jegliche Form von Überschneidungen zu vermeiden
  • Klärung der Führungsgrundsätze

So lancierten wir eine vollständige Überarbeitung unserer Prozesse unter Berücksichtigung der reglementarischen Grundsätze.

Die Werte des WBV gelten für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Einsatz, Präzision, Kompetenzen.

Wir fördern die Weiterbildung, die Übernahme von Verantwortung und das Ergreifen von Initiativen in einem festgelegten Rahmen und in einer klaren Entscheidungslinie. Die Gesichter und die Stimmen des WBV änderten sich, neue Personen kamen hinzu und die Pflichtenhefte bestehender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden präzisiert. Anderen Mitarbeitenden wurden neue Verantwortungsbereiche zugeteilt. Viele Nachfolgeregelungen erfolgten intern, sodass eine optimale Weiterleitung des Know-hows garantiert ist. Das Team ist gebildet. Es ist stark und vor allem voller Energie. Bisher entschlossen sich im klaren Interesse des gesamten Verbands fünf Personen, also fast ein Fünftel der Belegschaft, für anspruchsvolle zertifizierte berufsbegleitende Weiterbildungen.

Die drei grundlegenden Säulen des WBV – Arbeitgebersekretariat, Bildung und Sozialkassen – wurden verstärkt und neu strukturiert. Auf jeder Ebene der Organisation wurden Projekte lanciert.

Es war für uns wichtig, das Vertrauen derjenigen Institutionen wiederzugewinnen, die uns die Verwaltung ihrer Struktur anvertrauen. Ohne dieses Vertrauen gäbe es keine Sozialkassen des WBV, keine Kontrolle der Arbeitsbedingungen, keine Berufsförderung und keine geeigneten Bildungsprojekte. Ohne Transparenz kein Vertrauen; ohne Klarheit keine Effizienz.

Alle haben ihre Wahl bestätigt und erneuert: Ja, der WBV verfügt über die Kapazität, moderne Management- und Führungsinstrumente umzusetzen. Ja, der WBV ist fähig, sich an neue gesetzliche Anforderungen, an komplexe administrative Abläufe, an neue Hürden anzupassen. Ja, der WBV bietet wettbewerbsfähige, effiziente und relevante Leistungen an.

Darauf können wir stolz sein. Und wir müssen einen Moment innehalten, um diesen Männern und Frauen zu danken, die dieses besondere Jahr gemeinsam mit uns durchlebten und die Werte des WBV vertraten.

In diesem Jahr wird die Organisation des WBV mit der Einführung neuer digitaler Managementinstrumente grössere Veränderungen erfahren. Vorerst geht es um die Buchhaltung, anschliessend um die einfachere und effiziente Bearbeitung der Daten und schliesslich um die schrittweise Einführung neuer Managementinstrumente für die Kassen und ihre Leistungen. Die Veränderungen in Bezug auf die Kassen werden entscheidend sein und müssen vorsichtig und mit Überzeugung angegangen werden: Die Instrumente müssen nachhaltig, stabil, unabhängig von einzelnen Unternehmen, flexibel und integrativ sein. Diese Eigenschaften sind nicht verhandelbar. Um die richtige Wahl zu treffen, fanden zahlreiche Kontakte mit Kollegen anderer Kantone statt. Zudem liessen wir uns auch von kritischen Fachpersonen begleiten. Ein Pool von Mitgliederunternehmen testete mit uns die vorgeschlagenen Innovationen. Ihre Bedürfnisse und Verbesserungsvorschläge wurden bereits im Detail analysiert. Wir danken ihnen an dieser Stelle für ihren Einsatz und ihre Unterstützung bei der Umsetzung dieses Projekts.

Die Interessen der Branche vertreten bedeutet auch, den Mitgliederunternehmen stabile und sichere administrative Bedingungen und starke Leistungen anzubieten. Diesbezüglich wird eindeutig eine Verbesserung erwartet und wir werden jeden Tag mit Energie und Überzeugung daran arbeiten.

Energie und Überzeugung bestimmen auch die zahlreichen Kontakte mit unseren Partnern, um den Schwierigkeiten der Branche Gehör zu verschaffen, die schlussendlich die Probleme der gesamten Gesellschaft sind.

Die Bauwirtschaft gilt als «traditioneller Sektor» und leidet als Branche ständig an fehlender Berücksichtigung: Die meisten politischen Visionen in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigen in keiner Art und Weise den offensichtlich nachhaltigen – dauerhaften – Charakter des Sektors. Sie übersehen ebenfalls seine innovativen Bestandteile, sein Entwicklungspotenzial und die Rolle, die er als wesentlicher Akteur der energetischen, ökologischen und wirtschaftlichen Wende einnimmt.

Angesichts dieser neuartigen Herausforderungen organisiert sich die Bauwirtschaft immer wieder neu. In Bezug auf die ständige Suche nach Einheit setzte sich bauenwallis zum Beispiel stark dafür ein, dass alle den Platz und die Diskussionsmöglichkeiten erhalten, die ihnen zustehen. Neue Verbände wurden aufgenommen und gegenwärtig laufen Gespräche, um Koordinationsmodelle möglichst breitflächig einzuführen und ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zur Baubranche aufzubauen.

Die Zeit für eine wirklich tiefgründige Reflexion entspricht kaum den Erwartungen der medialen Unmittelbarkeit. Sie stärkt jedoch die Einheit einer Branche, die sich anpasst und weiss, wie sie weiterbestehen kann.

Mit grosser Freude, Begeisterung und Einsatz stehen wir zu Ihrer Verfügung und setzen uns für Ihre Interessen und die Interessen der Bauwirtschaft ein.

Chiara Meichtry-Gonet

Direktorin

Einwilligung zur Verwendung von Cookies
Indem Sie Ihren Besuch auf dieser Website fortsetzen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies zur Verbesserung Ihres Nutzererlebnisses und zur Erstellung von Besuchsstatistiken einverstanden. Über nachstehende Schaltflächen können Sie Ihre Cookie-Einstellungen anpassen.
Meine Einstellungen