Es wurde mit der Klärung des Inhalts und dem Geltungsbereich jedes Verwaltungsmandats begonnen. Die verschiedenen Organe, die dem WBV ihr Vertrauen schenken, wurden eingeladen, ihre Erwartungen zu präzisieren. Dies ermöglichte dem Verband, die verschiedenen Geldflüsse besser zu verwalten. So bestätigte zum Beispiel der Vorstand des Verbands der Walliser Plattenlegerunternehmungen [VWPU] die Führung des Verbandssekretariats durch den WBV. Dieser Auftrag wird ab 2026 durch einen Pauschalbetrag vergütet, der auf der Grundlage eines Leistungsvertrags mit messbaren und begründeten Leistungen festgelegt wird. Die Verwaltung des paritätischen Fonds der Bauwirtschaft wurde ebenfalls geklärt. Es besteht nun eine bessere Übersicht über die Aufschlüsselung der vereinbarten Leistungen zwischen fixem Auftrag und direkter Weiterverrechnung. Die Aufträge zur Verwaltung der verschiedenen Sozialkassen wurden im Hinblick auf die gelieferten Leistungen, die notwendigen Strukturen und Instrumente für diese Leistungen und gemäss den Führungsregeln, die auf Impuls der neuen Direktion festgelegt wurden, evaluiert. Die Entscheidungen der Organe der Kasse aus dem Jahr 2024 mit der Anpassung der Honorare wurden bestätigt und die Informatikkosten wurden gemäss dem vereinbarten Aufteilungsschlüssel weiterverrechnet.
Schliesslich beschloss der Vorstand, seine Lobbyingpolitik zu überprüfen. Die entsprechenden Kosten wurden deshalb neu evaluiert. Gegenwärtig wird eine umfassende Strategie ausgearbeitet. Sie wird in den kommenden Jahren ins Budget integriert.
Die vertieften Arbeiten mit der Revisionsstelle ermöglichten eine bessere Nachverfolgung der Empfehlungen. Alle Ratschläge der letzten Jahre wurden umgesetzt und es wurde ein Monitoring der Verbesserungsvorschläge eingeführt.
In Bezug auf die Rückstellungen fand ebenfalls eine Reflexion statt. Die notwendigen Massnahmen wurden eingeleitet. So wurde beschlossen, gemäss den Vorschriften der Steuerbehörden einen Teil der Rückstellungen für die Renovation der Liegenschaften aufzulösen. So konnten Mittel in Form von Rückstellungen für den beschlossenen und terminlich bereits festgelegten Wechsel des ERP zur Verfügung gestellt werden.
Der WBV musste im Jahr 2025 auch Verfahrens- und Auditkosten in Zusammenhang mit personellen Massnahmen übernehmen. Diese Massnahmen führten ebenfalls zu einer Erhöhung der Lohnsumme, die im Rechnungsjahr verbucht wurde.
Finanzergebnis 2025
Die zahlreichen Ansätze ermöglichten für das Jahr 2025 ein positives Ergebnis und führten zu einer willkommenen finanziellen Stabilität. Die Verwaltungshonorare bilden den wesentlichen Teil unserer Einnahmen. Sie betrugen CHF6’080’200,03 und lagen etwas unter dem Betrag von CHF 6’216’036,80 für das Jahr 2024. An dieser Stelle ist anzufügen, dass der WBV im Jahr 2024 von ausserordentlichen und einmaligen Einnahmen in der Höhe von CHF 633’422 profitierte.
Die Erträge von insgesamt 7’711’908,62 sind folgendermassen aufgeteilt:
- 78,8 % Verwaltungshonorare
- 10,6% Liegenschaftserträge
- 1,6% Finanzerträge
- 8,0% Mitgliederbeiträge
- 1% verschiedene Erträge
Kostenbegrenzung und Selbstfinanzierung
Dank bedeutender Massnahmen in Bezug auf die Ausgaben konnten die Aufwendungen begrenzt werden. Die Position mit den höchsten Kosten betrifft das Personal. Auch hier konnten die Kosten begrenzt werden, mit Ausnahme der oben erwähnten Besonderheiten. Die Soziallasten konnten dank neuer Verträge und Überschussbeteiligungen gesenkt werden. Diese Kostenbegrenzung, kombiniert mit höheren Erträgen, ermöglichte eine komfortable Selbstfinanzierungsmarge, mit der folgende Elemente sichergestellt werden konnten:
- sämtliche Abschreibungen
- die Finanzierung der Renovationsarbeiten unserer Liegenschaften und der künftigen Projekte
- die Absicherung gegen allfällige Risiken in Zusammenhang mit den laufenden Verfahren
Ergebnis des Geschäftsjahrs
Das Geschäftsjahr 2025 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 250’122,13 ab. Der Gewinn liegt über demjenigen des Vorjahrs, der CHF 115’753 betrug.
Stand der Bilanz
Die Rechnung 2025 trägt zur Verbesserung der bereits gesunden und soliden Bilanz bei.
Aktiven
Die flüssigen Mittel bestehen hauptsächlich aus den Kontokorrenten, die mit anderen vom WBV verwalteten Betrieben, insbesondere den Sozialkassen, geführt werden. Aufgrund eines günstigen Börsenjahrs stieg der Wert unserer Wertschriftenportfolios erfreulicherweise an. Bei Bedarf verfügen wir also über flüssige Mittel, die unverzüglich eingesetzt werden können.
Der Wert unserer beiden Liegenschaften blieb stabil.
Passiven
Bei den Passiven gab es zum Zeitpunkt des Abschlusses, also am 31. Dezember 2025, lediglich 14,2% offene Forderungen. Der Rest bestand aus Rückstellungen und Eigenkapital. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Berichts sind alle Forderungen beglichen.
Zuweisung des Ergebnisses
Es wird vorgeschlagen, den Gewinn des Geschäftsjahrs von CHF 250’122,13 dem Eigenkapital zuzuweisen. Dieser Vorschlag wird der Frühlings-Generalversammlung 2026 zur Genehmigung unterbreitet.