Es war geprägt von wichtigen Wechseln innerhalb unserer Struktur, von zahlreichen Herausforderungen für die Branche und von einer vertieften Reflexion über unsere berufliche Zukunft und unsere Anpassungsfähigkeit an die zu erwartenden Entwicklungen.
Mehr Sicherheit, mehr Planbarkeit, eine besser gesteuerte Produktivität, kontrollierte Energieflüsse und überarbeitete Prozesse: Innovationen betreffen sämtliche Bereiche der Branche und unterstützen die Geschäftstätigkeit der Unternehmen. Als wichtiger Innovationstreiber fördert das Bauwesen die besten technischen Entwicklungen und integriert sie in seine Prozesse. Die folgenden Bereiche haben weltweit bedeutende Fortschritte erlebt und werden die Branche nachhaltig prägen. Langfristig ermöglichen sie es, die globalen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen: die ökologische Transformation, die fortschreitende Urbanisierung, die Alterung der Bevölkerung und den Mangel an qualifizierten Fachkräften sowie den steigenden Kostendruck.
Die Westschweizer Wirtschaft zeigt sich trotz eines unsicheren internationalen Umfelds widerstandsfähig. Dieses ist geprägt durch eine Abschwächung der Exporte sowie durch neue amerikanische Zollschranken. Der Bausektor gewinnt nach dem Anstieg der Material- und Energiekosten allmählich wieder an Dynamik. Unterstützt wird diese Entwicklung durch das Bevölkerungswachstum, das die hohe Nachfrage nach Wohnraum aufrechterhält.
Die von der AVE gepflegten Partnerschaften wurden im Laufe des Jahres gestärkt und neu belebt. Die vorgesehenen Treffen und Aktivitäten konzentrierten sich verstärkt auf kleinere, klar definierte Gesprächskreise, wobei gezielte Anliegen formuliert wurden. Der Vorstand beabsichtigt, seine Lobbying-Politik grundlegend zu überarbeiten. Die Geschäftsleitung arbeitet derzeit an der Erneuerung der Strategie sowie der dafür erforderlichen Instrumente. Dies geschieht auch im Sinne eines gezielten Mitteleinsatzes, der sich an den erwarteten Ergebnissen orientiert.
Im Jahr 2025 haben die Walliser Sozialpartner die Branchenvereinbarungen modernisiert, um einfachere und besser an die heutigen Gegebenheiten angepasste Regelungen zu gewährleisten. Die Paritätische Kommission hat ihre Kontrollinstrumente verstärkt und neue Projekte lanciert. Gleichzeitig stellte die Einführung der e-Badges einen bedeutenden Fortschritt im Kampf gegen Schwarzarbeit sowie bei der Digitalisierung der Kontrollen dar.
Der Paritätische Fonds setzte seine Modernisierung im Jahr 2025 fort – mit der Renovierung des Campus Construction et Sécurité, einer neuen Kommunikationsstrategie und der Anpassung an die neuen Anforderungen des Bundes. Gleichzeitig hat die Branche ihr Weiterbildungsangebot ausgebaut, insbesondere durch ein Programm für Stellensuchende, die Digitalisierung der Ausbildungen sowie Projekte zur Förderung der Integration fremdsprachiger Personen. Ziel bleibt es, qualifizierte Fachkräfte auszubilden und den wachsenden Bedürfnissen des Baugewerbes gerecht zu werden.
Die Sozialkassen der Branche setzten ihre Modernisierung im Jahr 2025 fort. Die CPCV befindet sich in einer ausgezeichneten finanziellen Verfassung, mit einem Vermögen von nahezu 1,1 Milliarden Franken und einem Deckungsgrad von 120,8 %, während gleichzeitig die Leistungen für die Versicherten verbessert wurden. Die Kasse RETABAT konnte ihre Situation trotz der auf nationaler Ebene bestehenden Herausforderungen weiter festigen, während die CAFIB dank einer ausgewogenen Finanzlage ihre Beiträge senken konnte. Darüber hinaus wurden Überlegungen angestellt, um die kollektive Krankenversicherung wettbewerbsfähiger zu gestalten und besser an die Bedürfnisse der Unternehmen und Arbeitnehmenden anzupassen.
In Bezug auf die Rechnung kann 2025 für den WBV als Übergangsjahr bezeichnet werden. Einerseits musste das gesamte System des Inkassos der Erträge stabilisiert werden und andererseits fand eine tiefgreifende Reflexion über die Struktur des Aufwands sowie über die Zuweisung der verfügbaren Fonds statt.
Sicher habe ich jetzt gerade Ihre Aufmerksamkeit erregt. Sie halten diesen Bericht in Ihren Händen und fragen sich wohl, was es mit dem rätselhaften Titel auf sich hat. Woher stammt er? Aus einem chinesischen Horoskop oder aus dem Bereich der Technologie?
Beides ist nicht der Fall… Zufälligerweise stiess ich bei meiner Lektüre auf den Rationalismus des 17. Jahrhunderts und namentlich auf Newton. Die Legende besagt, dass ihm ein Apfel auf den Kopf fiel und er in der Folge das Gravitätsgesetz entdeckte, das sich in Kraft, Bewegung, Trägheit und Kinetik ausdrückt.
Mir wurde bewusst, dass diese physikalischen Gesetze auch ausserhalb der Physik gelten und dass sie ebenfalls auf unsere Tätigkeiten 2022 übertragen werden können.
«Wenn 2 Kräfte zusammenwirken, addieren sich diese Kräfte.»
Dieses Zitat verdeutlicht das Prinzip, dass die kombinierte Wirksamkeit zweier Kräfte, die zusammenarbeiten, grösser ist als die Summe ihrer Einzelleistungen.
Nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten machten wir uns sofort an die Arbeit. Wir mussten uns nicht wie der Fuchs und der Kleine Prinz erst kennenlernen. Wir kennen uns gut und ich weiss, welches Thema seine Handlungen antreibt: die Bildung. Wie kann man ihm widersprechen, da es ohne Know-how keine Zukunft und keinen Nachwuchs gibt? Und in der heutigen Zeit, in der Details, ständige Anpassungen, Veränderungen und andere Faktoren den gesunden Menschenverstand vernebeln, ist die Bildung offensichtlich grundlegend. Die Ausbildung unserer Fachleute ist das erste Dossiers, das wir zu vertreten haben.
Unsere Kräfte vereinen sich, passen sich an und richten sich gemeinsam aus. Anschliessend wird gehandelt. Diskussionen mit Vertretern aus Politik und Verbänden, Nachforschungen, Lektüre, Analysen, Interventionen und Verhandlungen lassen die Hoffnung aufkommen, dass das Ziel in Reichweite liegt und dass es dabei nicht darum geht, «gegen» eine Lösung sondern «für» die nachgewiesenen Bedürfnisse zu arbeiten.
Die Bewegung scheint sich nicht aufhalten zu lassen. Aber…
«Jeder Körper bewegt sich mit einer konstanten Geschwindigkeit geradeaus, solange keine Kraft auf ihn ausgewirkt wird.»
Und das war der Fall … Obwohl der Zentralpräsident und sein Direktor in gegenseitigem Verständnis für die Herausforderungen und Erfordernisse anscheinend eine Westschweizer Alternative zum Ausbildungsgang der Bauführer unterstützten, übte der Zentralvorstand mit seiner Deutschschweizer Mehrheit eine entscheidende Gegenkraft aus, mit der das Dossier abrupt gestoppt wurde. Zweifelsohne wurde es im Vorstand von den oben erwähnten Personen nur halbherzig vertreten. Wie kann man über eine solche Strafwahl auf der Grundlage einer einfachen Information und ohne Anhörung der Initiatoren des Projekts nicht enttäuscht und desorientiert sein…?
Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken.
Der Zentralvorstand zerstörte mit unglaublicher Gewalt die Brücke zwischen zwei Regionen, zwei Geschichten und zwei Kulturen [schliessen Sie für einen Augenblick Ihre Augen und stellen Sie sich vor, der mehrheitlich französischsprachige Vorstand des WBV würde dasselbe mit seiner Oberwalliser Minderheit bei einem Projekt tun, das sich im französischsprachigen Wallis in keiner Weise negativ auswirkt…]. Bei der Nationalfeier am ersten August wird jedes Jahr wieder betont, dass die verschiedenen Regionen der Schweiz nicht wirklich eine gemeinsame Geschichte haben, dass unsere Stärke jedoch im Willen begründet ist, «miteinander zu leben». Das oben erwähnte Beispiel zeugt nicht von einer solchen Volksweisheit. Es ist schade um die verpasste Gelegenheit, vor allem in einem Bereich, in dem alle Möglichkeiten zur Ausbildung unserer Arbeitskräfte ausgeschöpft werden müssten. Diese Ausbildungsgänge würden alle zum Ziel oder eben nach «Rom» führen, der Stadt, die als Symbol der Vereinigung der Kulturen zugunsten des Fortschritts und einer ausserordentlichen Entwicklung steht. Vergessen wir nicht, dass die «pax romana» während Jahrhunderten das Zusammenleben verschiedener und unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und Kulturen sicherstellte.
Das Zitat von Newton lädt uns ein, über die Bedeutung der Kommunikation, des Mitgefühls und der Zusammenarbeit nachzudenken, um harmonische Beziehungen und florierende Gemeinschaften aufzubauen. Es erinnert uns daran, dass wir uns nicht isolieren und abkapseln dürfen. Wir müssen uns verbinden und Brücken bauen, um die Hindernisse zu überwinden, die uns voneinander trennen. Mauern schützen nur vor einer Gegenwart, die bereits nicht mehr aktuell ist.
Und wo steht der WBV… ist er eine positive, negative oder ergänzende Kraft?
Ist er eine Kraft gegen die Trägheit oder eine Kraft, welche die Stärke vervielfacht? Bauten wir im Jahr 2022 Brücken oder Mauern?
Als Anwalt würde ich sagen: «je nachdem». Aber diese universellen Gesetze der Bewegung wurden immer, und das wird Sie nicht überraschen, mit Vernunft angewendet.
Gewisse Entwicklungen oder neue Visionen führen zu lebhaften und starken Reaktionen. Der Krieg, die Energie- und Materialienknappheit, die Klimaveränderungen und ihre Folgen erzeugten eine grosse Pendelwirkung. Unsere engen gesetzlichen Vorschriften aus einer anderen Zeit weiteten sich aus und das ist gut so. Allerdings ist es nicht vernünftig, nur zu reagieren…
Der WBV sorgte sich um die Zukunft unserer Ausbildungen und versuchte, den rollenden Stein etwas zu bremsen und Bericht der Direktion | 07 zu verlangsamen, um ihn etwas später, aber ohne Aufprall zum Stillstand zu bringen. Der Masterplan ist eine grosse Herausforderung für unsere Branche. Er wurde von unserer Basis, unseren Professoren und vom Vorstand geprüft und analysiert. Wir kämpften für eine bessere Lösung. In Bezug auf den LMV versuchten wir, in unseren Beziehungen zu unseren treibenden Kräften eine reaktionäre Wende und einen vertragslosen Zustand zu verhindern.
Der WBV bemühte sich in allen Bereichen, die seine Tätigkeit im Wallis betreffen, Brücken zu bauen.
Dies war namentlich bei der Revision der gesetzlichen Grundlagen über das öffentliche Beschaffungswesen der Fall, die mit einem äusserst zufriedenstellenden Ergebnis vor ihrem Abschluss steht. In einer ersten Phase baute zwar jede Partei in ihrer Überzeugung Mauern auf. Anschliessend konnten jedoch die blockierenden Elemente mit einem Austausch und mit Zuhörbereitschaft aus dem Weg geräumt werden.
Der e-Badges schreitet nicht problemlos voran, denn es bestehen noch kleine Mauern vor dem Weg. Diese Mäuerchen verhindern den mühelosen Fluss der Bewegung, die vor zwei Jahren unter der Schirmherrschaft des neuen Departementsvorstehers initiiert wurde.
In Bezug auf die Bodenverbesserung, das Aushubmaterial und die Versorgung fanden zahlreiche Gespräche statt. Obwohl noch keine konkreten Ergebnisse vorliegen, ermöglichten die Diskussionen doch die Klärung gewisser Standpunkte und einiger nicht immer lokalen Hindernisse. Ich bin überzeugt, dass diese Brückenköpfe bei den künftigen unvermeidbaren und notwendigen Veränderungen nützlich sein werden.
Dank dieser direkten Beziehungen und der ständigen Kontakte konnten einige Dossiers wie die elektronischen Ausschreibungen, der Regiesatz, die Bedürfnisse unserer Infrastrukturen, der E-Campus oder die virtuelle Realität abgeschlossen werden.
Aber, «für den Erfolg braucht es Neugierde, Konzentration, Ausdauer und Selbstkritik.»
Wie in den Vorjahren mussten wir auch im Jahr 2022 leider wieder feststellen, dass wir manchmal zu spät handelten. Aufgrund des Gesetzes der Kinetik ist es schwierig, eine Bewegung abzubremsen. Die folgende Formel zeigt uns die Auswirkung der Geschwindigkeit auf diese Energie:
Ec = ½ X m X v2
Je schneller sich ein Gegenstand bewegt, desto mehr kinetische Energie besitzt er. Deshalb muss er auch mehr Energie abgeben, um vollständig zum Stillstand zu kommen.
Das ist heute bei Projekten auf nationaler Ebene der Fall, die bereits durchdacht, verfasst und beschlossen sind. Es wird unverhältnismässig viel Energie benötigt, um sie zu ändern. Dasselbe gilt für unsere Gesetze und unsere Persönlichkeiten, die von ihrer Ausbildung, ihrem Wissen und ihrer Erfahrung geprägt sind. Sie können eine positive Energie darstellen, wenn sie MITEINANDER statt gegeneinander arbeiten.
Deshalb ist es unbedingt erforderlich, dass wir uns am Ursprung von allen Projekten, Ideen, Impulsen,… befinden. Oder bildlich ausgedrückt: Wir müssen uns am Fuss des Gletschers beim ersten Wasserrinnsal befinden, um es einfach umleiten, anhalten und verändern zu können, bevor es zu einem Bach oder Fluss wird, der nicht mehr gezähmt werden kann.
Newton fiel ein Apfel auf den Kopf und er entdeckte die Gravität. Das Jahr 2022 war von kleinen Siegen, von Fortschritten und Enttäuschungen geprägt. Hoffen wir, dass die von uns erbauten Brücken, Stege und Übergänge ermöglichen, die Kräfte zu bündeln, so dass sie sich nicht verzetteln oder gegenseitig behindern. Eine Herausforderung, eine Überzeugung, eine Formel, und vielleicht bald ein Gesetz… Es scheint utopisch, aber warum nicht, wenn schon ein Apfel genügte?
PS: Sogar Churchill brachte dank eines Apfels ein Gesetz hervor: «Ein Apfel pro Tag hält den Arzt fern, vorausgesetzt, man zielt gut.»
Neubelebung der Partnerschaften im Interesse der Walliser Unternehmen
Rund ein Jahr nach meinem Amtsantritt kann ich noch keine Bilanz ziehen. Es bleibt kaum Zeit, um über die Schulter zu schauen, und die Realität und die Notwendigkeit vorauszusehen, zu antizipieren, kurz gesagt zu handeln, gewinnen die Oberhand.
Die Aktionen des Vorstands konzentrierten sich während des gesamten Jahres auf Prioritäten, die von Ihren Erwartungen diktiert wurden, die Sie in einem wirtschaftlich immer noch ungewissen Kontext klar ausgedrückt hatten: einen qualitativ hochstehenden Nachwuchs sicherstellen und somit zum Erhalt einer Ausbildung beitragen, die an die Bedürfnisse angepasst ist und gleichzeitig die hohen Anforderungen erfüllt, der Stimme der Branche Gehör verschaffen, gegenüber den nationalen Instanzen und unseren regionalen Kollegen und dabei die kantonalen Eigenheiten bewahren, unsere Ressourcen konsolidieren, ohne die Verteidigung der wettbewerbsfähigen und respektvollen vertraglichen Bedingungen zu vergessen.
Im Rahmen der Umsetzung des Masterplans 2030 unternahmen wir an der Seite unserer ebenso überzeugten Westschweizer Kollegen alles, um die Ausbildung der Bauführer HF in der Schule von Freiburg beizubehalten. Wir glaubten bis zur letzten Minute an unseren Erfolg, da wir in unserer Überzeugung vom Direktor des SBV und vom Zentralpräsidenten unterstützt wurden. Leider war die Mehrheit des Zentralvorstands anderer Ansicht und wir müssen anerkennen, dass unsere Bemühungen zur Rettung dieser traditionellen Institution, in der zahlreiche Walliser ausgebildet wurden, umsonst waren. Die Geschichte wird uns zeigen, ob wir wirklich zu Unrecht kämpften oder ob in naher oder ferner Zukunft eine Alternative umgesetzt wird, die eine moderne und für unsere Jugend motivierende Ausbildung HF anbietet.
Im Moment setzen wir uns mit unseren Kollegen aus der Westschweiz dafür ein, dass die neue Ausbildung für die Studierenden attraktiv und für unsere Unternehmen gemäss dem Versprechen des SBV zu einem grossen Trumpf wird. Der erste Ausbildungsgang HFP für die Bauführer beginnt im Januar 2024. Wir werden diesen Wechsel begleiten und dafür sorgen, dass diese Ausbildung für die Unternehmen und die Jugendlichen möglichst problemlos verläuft. Und wir werden Ihnen weiterhin unser Gehör schenken.
Dieses Dossier wurde in Koordination mit der Region Romandie behandelt, die sich in vollem Wandel befindet. Der neue Präsident, der Freiburger Germain Wicht, wurde anfangs 2023 gewählt. Er ist ausserdem der Präsident des Freiburgischen Baumeisterverbands [FBV]. Unterstützt wird er von einem Sekretariat, das vom früheren Direktor des FBV geführt wird, und vom neuen Bildungsverantwortlichen für die Romandie, Paolo Cattoni. Das Wallis beschloss, sich für eine starke Region einzusetzen und stellte sich zur Verfügung: Im Januar 2023 übernahm ich die Funktion des Vizepräsidenten der Region Romandie. Gegenwärtig finden tiefgreifende Veränderungen statt. Die neuen Strukturen sollen dazu anregen, den Stolz eines Sektionspräsidenten zu überwinden, das gemeinsame regionale Interesse zu vertreten und sich nicht in internen Streitigkeiten zu verlieren.
Die Tragweite der Herausforderungen ist zu umfangreich, um diese Verantwortung nicht wahrzunehmen. Nur mit einer starken Region werden wir gegenüber einem SBV unser Gewicht einbringen können, der immer zentralistischer geführt wird und anscheinend vergessen hat, welchen Beitrag die Romandie für die nationalen Institutionen leistet. Eine unserer ersten Forderungen besteht im Übrigen darin, mehr Transparenz beim Geldfluss und eine wirkliche Berücksichtigung der Anträge der Region zu fordern.
Diese regionale Partnerschaft auf der Grundlage der Erwartungen und Anliegen der Basis, also der Unternehmen, kann auch auf andere Sektionen, einschliesslich der Deutschschweizersektionen, ausgeweitet werden. So sind wir zum Beispiel alle von einem bestimmten Dossier betroffen. Ich spreche von der Problematik in Zusammenhang mit den Bodenschätzen sowie der Versorgung und Bewirtschaftung, die in der ganzen Schweiz zu beobachten ist. Wir schlugen Alarm und unser Aufruf wurde von zahlreichen Kollegen gehört. Alle sind wir von einem allmählichen Verlust des gesunden Menschenverstands und einer immer schlechteren beherrschbaren Zunahme des administrativen und juristischen Apparats betroffen. Wir werden in diesem Dossier weiterhin die treibende Kraft bleiben, uns aber auf nationale und überregionale Beziehungen abstützen. Die gesamte Bauwirtschaft muss sich mobilisieren, um das gemeinsame Interesse zu vertreten.
Auch im Wallis befinden sich die jahrhunderte alten Partnerschaften in vollem Wandel. Unsere Sozialpartnerschaft wurde gefährdet. Wie Sie wissen, wurde unsere Lohnvereinbarung für das Jahr 2022 auf nationaler Ebene schlecht aufgenommen. Trotzdem bin ich von der Relevanz dieser Vereinbarung überzeugt. Mit der Unterzeichnung hielt das Wallis seine Verpflichtungen gegenüber seinen Arbeitnehmenden ein. Jetzt haben wir die Gespräche mit unseren Sozialpartnern wieder aufgenommen. Wir müssen Lösungen finden, die für unsere Angestellten und unsere Unternehmen akzeptabel sind, indem wir Bedingungen fördern, die eine moderne und effiziente Arbeitsflexibilität ermöglichen.
Auch in Bezug auf unseren Verband müssen wir unter Beweis stellen, dass wir antizipieren und Visionen umsetzen können. Wir überprüften die Verträge der Mitarbeitenden und passten sie an die aktuelle Situation an. Gleichzeitig lancierten wir eine Reflexion über die Strategie des Finanz- und Immobilienmanagements des WBV.
Im Übrigen kann erfreulicherweise festgestellt werden, dass Ihre Pensionskasse, die PKBW, auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Kontext immer noch wichtige Bauprojekte in Angriff nimmt. Das neuste Beispiel ist die Projektierung eines neuen Gebäudes im Norden der Stadt Sitten, an der rue du Petit-Chasseur, mit einer geplanten Investition von rund CHF 60 Millionen.
Wie Sie feststellen, fehlt es uns nicht an Dossiers und Herausforderungen. Aber als Unternehmer können wir mit Situationen umgehen, die sich ständig verändern, und uns an neue Ausgangslagen anpassen, ohne das Endziel aus den Augen zu verlieren. Antizipieren, analysieren, entscheiden, handeln und… vertrauensvoll vorwärtsgehen!
Gaëtan Reynard
Präsident
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